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Der Film

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Die Herstellung eines Films (vereinfacht):

Am Beginn der Produktion stehen üblicherweise die Filmidee. Im sog. EXPOSÉ wird auf ca. 5-10 Seiten die Filmhandlung dargestellt.

Findet die Filmidee Anklang, so wird der Verfasser mit der Ausarbeitung eines TREATMENTS (“erweitertes Handlungsschema”) beauftragt. Dies beinhaltet die Schauplätze der Handlung und die Charaktere der Personen.

Das anschließend verfaßte DREHBUCH erarbeiten meist Autor und Regisseur gemeinsam. Oft wird auch der Kameramann beigezogen. Das Drehbuch enthält alle wichtigen Angaben für die Aufnahmen.

Danach wird der technische STAB (Kameramann, Tonmeister, Architekt....) und die Besetzung (Haupt- u. Nebenrollen) engagiert.

Die Reihung der Aufnahmen wird im DREHPLAN ausgearbeitet.

Die Filmaufnahmen finden im Freien oder häufiger in Aufnahmeräumen statt, da man dort von der Witterung und der Beleuchtung unabhänigig ist.

Nach den Aufnahmen folgt die Nachbearbeitung, z.B.: Schneiden, synchronisieren oder kopieren.

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Nun zu einigen Begriffen, die in Bezug auf Filme grundlegend sind:

Die Grundeinheit eines Films ist die EINSTELLUNG. Darunter versteht man ein kontiunierlich belichtetes Stück Film, das vom Einschalten bis zum Ausschalten der Kamera reicht. Ein Merkmal eines Films ist die (mittlere) Länge solcher Einstellungen. Ein Spielfilm von 90 Minuten besteht aus 500 bis 1000 solcher Einstellungen.

Mit der EINSTELLUNGSGRÖßE bestimmt der Kameramann, aus welcher Entfernung man das Geschehen oder den Gegenstand sieht. Man unterscheidet sieben verschiedene Einstellungsgrößen: Von WEIT (unbeschränk-te Landschaft, Panorama) bis zur DETAIL-Einstellung (Ausschnitt eines Körpers, eines Gegenstand).

Mehrere aneinandergefügte Einstellungen, die eine Handlungseinheit bilden, nennt man SEQUENZ. Häufig beginnt und endet eine Sequenz mit dem Wechsel des Ortes oder der Figuren.
Die Kamera fotographiert aus verschiedenen PERSPEKTIVEN. z.B.: Augenhöhe (die häufigste). Extreme Perspektiven sind die Frosch- und die Vogelperspektive.
In der Froschperspektive scheinen die Dinge wesentlich größer zu sein und können bedrohlich wirken.
Die Vogelperspektive zeigt Dinge und Vorgänge von oben. Sie erscheinen kleiner und somit überschaubarer.

Das LICHT hat auch eine hohe Bedeutung, in Schwarzweißfilmen noch mehr als in Farbfilmen. Helligkeit taucht ein Bild in eine freundliche Athmosphäre, das Vorherrschen großer Schattenpartien kann bedrohlich wirken.

Auch der RAUM des Geschehens ist gestaltet. Ein besonderes Mittel der Raumbildung ist die SCHÄRFE. Schärfenveränderungen signalisieren Veränderungen in der Handlung und erhöhen die Aufmerksamkeit des Zuschauers.
  
Film verstehen: Kunst, Technik, Sprache, Geschichte und Theorie des Films und der Neuen Medien
Siehe auch:
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